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Forschergeist

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FG080 Medien und Meinungsbildung

Über das Aufkommen der Sozialen Medien, ihre Koexistenz mit klassischen Massenmedien und das heutige Gesamtgefüge der Meinungsbildung im Online-Zeitalter Jan-Hinrik Schmidt Doch, doch, es gab ein Internet vor Facebook, Twitter und YouTube. In den 2000er Jahren blühte die Blogosphäre auf. Statt nur passiv zu konsumieren begannen Webnutzer mit eigenen Inhalten eine Öffentlichkeit zu finden – argwöhnisch beobachtet von den klassischen Massenmedien, die Blogs auch mal als „Klowände des Internets“ verächtlich machten. Doch die alten, klar verteilten Rollen zwischen Journalisten und Lesern lösen sich seither immer mehr auf. Die Deutungshoheit traditioneller Medien bröckelt. Soziale Netzwerke, die seit rund zehn Jahren auch große Player im Werbemarkt sind, stellen zudem die wirtschaftliche Grundlage der Verlage in Frage. Den Wandel der digitalen Öffentlichkeit intensiv verfolgt hat Jan-Hinrik Schmidt, Senior Researcher am Leibniz-Institut für Medienforschung / Hans-Bredow-Institut in Hamburg. Die Digitalisierung bedeutet weit mehr als nur eine technische Umstellung, denn die Grundlogik der neuen, datengetriebenen Plattformen geht einher mit einer eigenen Mechanik für Identitäts-, Beziehungs- und Informationsmanagement. Nachricht und Kommentar rücken in der Wahrnehmung enger zusammen. Algorithmen belohnen Kommunikation, die zugespitzt ist, und können an der Empörungsspirale drehen. Unterdessen hat es vernunftgeleitete Argumentation schon ein bisschen schwerer, sich Gehör zu verschaffen, weil sie naturgemäß nicht zur Erhöhung des Erregungslevels beitragen kann. Und dieser Trend kann Folgen für das Miteinander in einer Demokratie haben. Für den Soziologen Jan-Hinrik Schmidt steht fest: Die Regulierung der Plattformen wird eine medienpolitische Schlüsselfrage in den 2020er-Jahren sein – findet doch immer mehr Kommunikation in einer dezentralen Netzwerköffentlichkeit statt. Und so steht im Zentrum von Schmidts Forschung künftig die Frage: Können die sozialen Medien den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken oder bewirken sie das Gegenteil? Shownotes Glossar Hans-Bredow-Institut – Wikipedia Blog – Wikipedia re:publica – Wikipedia Blogosphäre – Wikipedia Web 2.0 – Wikipedia Gatekeeper (Nachrichtenforschung) – Wikipedia Nachrichtenwert – Wikipedia Jürgen Habermas – Wikipedia Verschwörungstheorie – Wikipedia ichbinhier „Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ startet - BMBF Datenjournalismus – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 27mins

25 May 2020

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FG064 Ethik und Genetik

Ethische Fragen und Analysen hinterfragen und leiten eine durch moderne genetische Verfahren voranschreitende Medizin Robert Ranisch Die Gen-Schere (CRISPR/Cas) verspricht als neue „Wunderwaffe“ der Lebenswissenschaften das Genom von Menschen, Tieren und Pflanzen gezielt zu verändern. Mediziner hoffen, mit der neuen Methode schwere Krankheiten zu heilen. Zwischen Hype und Hoffnung mischen sich kritische Stimmen, zumal bei Keimbahneingriffen an Embryonen auch zukünftige Generationen betroffen sind. Über ethische Fragen zum Genome Editing macht sich vor allem die Forschungsstelle „Ethik der Genomeditierung“ (EGE) an der Universität Tübingen Gedanken. Dort haben wir den Leiter der Forschungsstelle, Robert Ranisch, getroffen und mit ihm unter anderem über Genom-Editierung, Embryonenselektion oder Gene-Drives gesprochen. Als Wissenschaftler untersucht Ranisch normative Fragen an den Schnittstellen von Technologie, Gesellschaft und Politik. Daneben arbeitet er im Bereich Ethikberatung und unterstützt Organisationen beim Aufbau guter Strukturen und erfolgreicher Wertekommunikation. Die EGE ist eine Forschungsstelle am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, die sich schwerpunktmäßig ethischen Fragen der Genom-Editierung widmet. Sie dokumentiert als deutschlandweit einzigartige Einrichtung über einen längeren Zeitraum die technischen Entwicklungen in den Lebenswissenschaften sowie deren Verarbeitung und Vermittlung in der Öffentlichkeit. Das Ziel der EGE ist es ethische, rechtliche und soziale Herausforderungen der Genom-Editierung zu identifizieren, normative Fragen in institutionalisierter Form zu reflektieren und damit die wissenschaftliche Grundlage für einen transdisziplinären Dialog bereitzustellen. Shownotes Glossar Eberhard Karls Universität Tübingen – Wikipedia Institut für Ethik und Geschichte der Medizin Universitätsklinikum Tübingen – Wikipedia Hippokrates von Kos – Wikipedia Euthanasie – Wikipedia Nationalsozialistische Rassenhygiene – Wikipedia Eugenik – Wikipedia Universitätsklinikum Tübingen - Ethik-Kommission Analytische Philosophie – Wikipedia Autonomes Fahren – Wikipedia Deutscher Ethikrat – Wikipedia Genome Editing – Wikipedia CRISPR/Cas-Methode – Wikipedia Gentechnisch veränderte Tiere – Wikipedia Grüne Gentechnik – Wikipedia Goldener Reis – Wikipedia Gentechnisch veränderter Organismus – Wikipedia GloFish – Wikipedia Dolly (Schaf) – Wikipedia Louise Joy Brown – Wikipedia Social Freezing – Wikipedia Petrischale – Wikipedia Keimbahn – Wikipedia Keimbahntherapie – Wikipedia Somatische Zelle – Wikipedia Jesse Gelsinger - Wikipedia Gene Drive – Wikipedia Malaria – Wikipedia Stechmücken – Wikipedia Jurassic Park – Wikipedia Breitmaulnashorn – Wikipedia Permafrostboden – Wikipedia Humangenomprojekt – Wikipedia Angelina Jolie – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 47mins

29 Oct 2018

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FG004 Talentförderung

Gezieltes Talentscouting weist begabten Schülern den Weg zu einer chancenreichen Hochschulausbildung Suat Yilmaz Die Westfälische Hochschule hat eine feste Abteilung, die sich der Talentförderung widmet. Hierbei geht es aber nicht nur um die Förderung besonders begabter Studenten sondern um die aktive Förderung von Schülern, um später den Weg auf die Hochschule zu finden und dort erfolgreich studieren zu können. Suat Yilmaz wirkt in diesem Bereich auf vielen Ebenen und hat ihn aktiv mit aufgebaut. Im Gespräch mit Tim Pritlove berichtet er von den Notwendigkeiten und Chancen, die mit einer aktiven Förderungen und einem intensiven Talentscouting erreichen lassen. Verwandte Episoden FG032 Hochschule und Zivilgesellschaft Shownotes Links Westfälische Hochschule Standort Gelsenkirchen NRW: Land und Westfälische Hochschule gründen NRW-Zentrum für Talentförderung WDR: "Förderung für Talentscouts: Du kannst was!" "Meine Talentförderung" an der Westfälische Hochschule TalentMetropole Ruhr Stifterverband: Studienpioniere Stiftung Mercator Talente_schreiben Glossar Ruhr-Universität Bochum Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen Bologna-Prozess Stipendium Kreis Borken This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 25mins

15 Dec 2014

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FG036 Internationalisierung der Forschung

Vernetzung, Internationale Kooperation und Hochschulbildung als globaler Markt Ulrich Schreiterer Es ist paradox: Zum einen ist Forschung – sowohl in Hochschulen als auch außeruniversitären Einrichtungen - zu großen Teilen nationalstaatlich organisiert und finanziert. Zum anderen versteht sich Forschung von jeher als supranational oder genauer: universal. Die Internationalisierung der Forschung, wie sie sich in internationalen Kooperationen manifestiert, feiert seit den 1980er-Jahren einen unaufhaltsamen Aufschwung. Das kommt nicht von ungefähr: Internationale Ko-Autorenschaften in Zeitschriftenaufsätzen werden stärker wahrgenommen und häufiger zitiert als nationale. Für Wissenschaftler, die ihre Reputation steigern wollen, sind internationale Kooperationen also überaus attraktiv. Für Forschungsinstitute ist es dagegen attraktiv, namhafte Wissenschaftler an sich zu binden. Der globale „War for Talents“ ist in vollem Gange. Spitzenleute werden weltweit mit attraktiven Forschungsbedingungen und guten Gehältern gelockt. Auch Hochschulen, die in wichtigen Rankings reüssieren wollen, bewegen sich längst in internationalen Gefilden: (steuerfreie) Hochschulableger in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Saudi-Arabien sind keine Seltenheit mehr und sowohl der internationalen Strahlkraft von Universitäten hilfreich als auch dem Wunsch jener Länder, Teil der internationalen Wissenschaftsgesellschaft zu werden. Bei all dem wird deutlich: Die internationale scientific community ist ein knallharter Wirtschaftszweig geworden. Dagegen nehmen sich die Anstrengungen der auf die Stärkung der nationalen Forschung an deutschen Hochschulen ausgerichteten Exzellenzinitiative fast ein wenig provinziell aus. Wie sich hingegen der Brexit auf die britische Forschung auswirken wird, ist einstweilen noch etwas unklar. Die Befürchtungen vieler britischer Forscher, international ins Hintertreffen zu geraten, sind aber sicher nicht unbegründet. Verwandte Episoden FG007 Die deutsche Sprache und die Wissenschaften FG013 Horizont 2020 Shownotes Glossar Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) Wissenschaftsrat Yale University Horizont 2020 Max-Planck-Gesellschaft The Institute for Basic Science King Abdul Institute of Science and Technology (KAUST) Theodor Fontane Ein weites Feld University of Nottingham German University in Cairo Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) RWTH Aachen Harvard Business School Master of Business Administration (MBA) New York University Liberal Arts College Exzellenzinitiative Margeret Thatcher Shanghai-Ranking Times Higher Education Supplement Ranking Hochschulkompass Hochschulranking (CHE) ETH Zürich Universität der Bundeswehr United States Coast Guard Academy United States Air Force Academy United States Military Academy Unesco Chairs Volkswagenstiftung Bill & Melinda Gates Foundation Europäischer Forschungsraum National Science Foundation (NSF) CERN Internationale Raumstation ITER SESAME Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung (BESSY) Bibliometrie EU-Austritt des Vereinigten Königreichs (Brexit) Theresa May Frankfurter Schule Karl Valentin This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 45mins

19 Oct 2016

Rank #4

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FG074 Stoffwechselforschung

Das neue Verständnis unseres Ernährungssystems, die ausgebremste Evolution und die Volkskrankheit Übergewicht Jens Claus Brüning Fettleibigkeit wird im wahrsten Sinne des Wortes zu einem immer gewichtigeren Thema. Alleine in den USA bringt mittlerweile jeder Zweite zuviel auf die Waage. Betroffenen haftet das Stigma an, dass es ihnen an Willensstärke fehlt, die Kalorienaufnahme zu zügeln. Doch die Ursachen von Übergewicht sind vielschichtiger – und sie haben vor allem etwas mit der evolutionären Optimierung des Organismus zu tun, die aus der Zeit stammt, als Nahrung ein knappes Gut war. Auf unsere heutige Wohlstandsgesellschaft, in der in aller Regel kein Nahrungsmangel herrscht, ist der Mensch eben nicht angepasst. Erst seit wenigen Jahrzehnten beginnt die Wissenschaft genauer zu verstehen, wie zum Beispiel das Insulinhormon im Körper seine Wirkung entfaltet. Wie der Mechanismus des Stoffwechsels im Einzelnen funktioniert, ist das Forschungsfeld des Mediziners Jens Claus Brüning. Er leitet das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung und ist Direktor der Poliklinik für Endokrinologie, Diabetes und Präventivmedizin (PEDP) an der Universitätsklinik Köln. Als Endokrinologe, also als Hormonfoscher nimmt Brüning keineswegs nur die Organe in den Blick, die man landläufig mit dem Thema Stoffwechsel in Verbindung bringt, wie die Bauchspeicheldrüse oder die Leber. Das Gehirn spielt tatsächlich eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Energiehaushalts und somit auch für die Nahrungsaufnahme. In den letzten Jahren gab es eine geradezu revolutionäre Weiterentwicklung an Werkzeugen, um zu untersuchen, wie bestimmte Hirnzellen als Steuerungszentrale für den Stoffwechsel dienen. Ein weiterer Schritt, um nicht nur das komplexe Hormonsystem, sondern auch den Schalt- und Bauplan des Gehirns zu entschlüsseln. Shownotes Glossar Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung – Wikipedia Endokrinologie – Wikipedia Stoffwechsel – Wikipedia Hormon – Wikipedia Insulin – Wikipedia Diabetes mellitus – Wikipedia Bauchspeicheldrüse – Wikipedia Grundlagenforschung – Wikipedia Metformin – Wikipedia Klassische Konditionierung – Wikipedia Übergewicht – Wikipedia Kalorie – Wikipedia Selektionsdruck – Wikipedia Leptin – Wikipedia Magnetresonanztomographie – Wikipedia Funktionelle Magnetresonanztomographie – Wikipedia Synapse – Wikipedia Neuronales Netz – Wikipedia Alzheimer-Krankheit – Wikipedia Schwangerschaftsdiabetes – Wikipedia Hongerwinter – Wikipedia Gentechnisch veränderter Organismus – Wikipedia Optogenetik – Wikipedia Ribonukleinsäure – Wikipedia Serendipität – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 15mins

17 Dec 2019

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FG072 Verantwortung in der Informatik

Ein Einführungskurs für Informatiker vermittelt unterschiedliche Denkweisen die gesellschaftliche Bedeutung des Fachs zu vermitteln Peter Purgathofer Informatik – ein Fach nur für Nerds? Keinesfalls, denn der Code, den Programmierer schreiben, existiert ja nicht im luftleeren Raum. Software bezieht sich letzten Endes immer auf den Menschen, interagiert mit ihm, beeinflusst das soziale Leben. Und mittlerweile ist auch an technisch geprägten Fakultäten angekommen, dass Informatik eine hohe gesellschaftliche Relevanz besitzt. Peter Purgathofer lehrt an der TU Wien am Institut für Visual Computing. Der 56-Jährige tritt dafür ein, dass Software-Entwickler sich der Verantwortung bewusst sind, die ihre Arbeit hat. Denn Informatik wird zunehmend zur zentralen Disziplin schlechthin, ja sogar zum Betriebssystem unserer Gesellschaft. Tracking und Werbenetzwerke fördern eine Mediennutzung, bei der aufmerksamkeitsheischendes Clickbate mehr zählt als inhaltliche Tiefe und Seriosität. Automatisierte Entscheidungen können katastrophale Folgen haben, wie etwa bei tödlichen Unfällen autonom fahrender Autos oder den Abstürzen der Boeing 737 Max. Algorithmen sind eben keine Lösung für alles, denn wie zuverlässig sind eigentlich die Datengrundlagen, auf denen sie aufsetzen? Purgathofer hat deshalb an seiner Hochschule einen Einführungskurs für Studienanfänger entwickelt. Dabei geht es darum, der nächsten Informatikergeneration fundamentales Metawissen zu vermitteln und sie damit zu befähigen, mit einem tieferen Verständnis durch ihr Studium zu navigieren: Wie sieht die Wissenschaft auf die Welt, mit welchen Denkweisen wird Wissen geschaffen? Was sind die Konsequenzen und wo liegen die Grenzen? Es wird klar: Das Leben lässt sich nicht nur mit Einsen und Nullen erklären, es entzieht sich immer wieder der Berechenbarkeit. Informatik ist eng mit Sozialwissenschaften, Philosophie und Psychologie verwoben – und Problemlösung eben nicht nur eine technische Frage. Purgathofer kritisiert nebenbei auch die mangelnde Offenheit der vor allem unternehmensgetriebenen Forschung im Bereich Künstlicher Intelligenz. Diese Closed Science hat für die Wissenschaft als Ganzes schädliche Effekte, die verblüffend an die Zeit der Alchimisten erinnern. Shownotes Glossar Informatik – Wikipedia Elektronische Stimmabgabe – Wikipedia papierwahl.at – Kritik an E-Voting Soziales Netzwerk (Internet) – Wikipedia Maschinelles Lernen – Wikipedia Künstliche Intelligenz – Wikipedia Ways of Thinking in Informatics Ways of Thinking in Informatics on Vimeo Alchemie – Wikipedia Porzellan – Wikipedia Schießpulver – Wikipedia Johannes Kepler – Wikipedia Isaac Newton – Wikipedia Patent – Wikipedia Gottfried Wilhelm Leibniz – Wikipedia Woody Allen – Wikipedia Freie Lizenz – Wikipedia Wicked problem - Wikipedia Design Thinking – Wikipedia Kognitive Verzerrung – Wikipedia Mem – Wikipedia Deadline horse Meme Generator - Imgflip My Parents Are Dead / Batman Slapping Robin | Know Your Meme Melvin Kranzberg – Wikipedia Bruce Schneier – Wikipedia Code poetry - Wikipedia Hacker – Wikipedia Method Cards Start-up-Unternehmen – Wikipedia Beweisbare Sicherheit – Wikipedia Internet background noise - Wikipedia FG016 Open Science | Forschergeist This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 53mins

1 Oct 2019

Rank #6

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FG065 Feuerökologie

Über die Natur des Feuers und die Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Feuerwehr Johann Goldammer Feuer – das ist für die meisten Menschen ein Teufel, den es zu bekämpfen gilt. Brände legen nicht nur Städte in Schutt und Asche, sondern hinterlassen auch verwüstete Landschaften. Doch das ist nur die eine Seite von Feuer. Wenn ein Wald oder die Heide entflammt, ist das nicht per se eine Katastrophe. Brände haben ihren festen Platz in der Natur und formen den Lebensraum auch im positiven Sinne. Ohne Feuer drohen Ökosysteme zu überaltern, weil sich sonst abgestorbene Biomasse ansammelt. Solange er nicht außer Kontrolle gerät, kann ein Brand also nicht nur Vernichtung bedeuten, sondern auch den Beginn eines neuen Lebenszyklus. Das sagt Johann Georg Goldammer. Er ist einer der wenigen Wissenschaftler, die sich gewissermaßen ihre eigene Forschungsdisziplin geschaffen haben: In der Feuerökologie ist er heute ein weltweit gefragter Experte. Er leitet das in Freiburg beheimatete Global Fire Monitoring Center, das dem Max-Planck-Institut für Chemie angeschlossen ist. Er wird gerufen, wenn es darum geht, der Gefahr von Waldbränden zu begegnen, und zwar möglichst, bevor sie ausbrechen. Denn dass ein Feuer so extreme Folgen hat, geht oft auf Eingriffe des Menschen in die Natur zurück. Und der Klimawandel wird die Risiken noch steigern. In dieser Episode erzählt Goldammer, weshalb die jüngsten Waldbrände in Griechenland, Kalifornien und auch in Deutschland so verheerende Folgen hatten, warum Kiefern einen Waldbrand überstehen können und welche Probleme Kampfmittel im Wald mit sich bringen, wenn es einmal zu brennen beginnt. Graphic Recording (PDF-Version) von Mullana, @mu11ana, https://mullana.de/ Shownotes Glossar Palmöl – Wikipedia Transmigrasi – Wikipedia Kohlenstoff – Wikipedia Boreal (Klimastufe) – Wikipedia Anthropozän – Wikipedia Paul J. Crutzen – Wikipedia El Niño – Wikipedia Eurasien – Wikipedia Smokejumper – Wikipedia Europarat – Wikipedia Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – Wikipedia Gemäßigte Zone – Wikipedia Brand in der Lüneburger Heide – Wikipedia Höhenrauch – Wikipedia Moorbrand 2018 (Emsland) – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

2hr 27mins

30 Jan 2019

Rank #7

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FG057 Artenschutz und Zoos

Die Ausrottung der Arten und die Rolle der Zoos für den Artenschutz Manfred Niekisch Der Biologe Manfred Niekisch ist ein international bestens vernetzter Vorkämpfer für Artenschutz und Biodiversität. Er setzt sich mit seinem großen Erfahrungsschatz dafür ein, den Schutz der Natur zum Ausgangspunkt politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen zu machen. Niekisch war bis 2017 Direktor des Frankfurter Zoos, außerdem hatte er Professuren für Internationalen Naturschutz an den Universitäten Greifswald bzw. in Frankfurt a.M. inne. In dieser Folge sprechen wir über Niekischs Ideen für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der natürlichen lebenden Ressourcen. Dazu gehören Schutzmaßnahmen für tropische Wälder, Managementkonzepte für Naturschutzgebiete und Ausarbeitungen eines sozial- und umweltverträglichen touristischen Zugangs zu diesen Arealen. Mit seinem Engagement will Niekisch zu der Veränderung menschlicher Verhaltens- und Wirtschaftsweisen für einen vorausschauenden Umgang mit der Natur beitragen. Er hat in zahlreichen Ländern der Erde, mit Schwerpunkten in Vietnam und in den Ländern Lateinamerikas, geforscht. Nicht zuletzt sprechen wir in dieser Folge über die Aufgaben und Bedeutung von Zoos und inwieweit Wissenschaft für die Strategie, die Konzeption und die Organisation eines Zoos von Bedeutung ist. Verwandte Episoden FG039 Das Anthropozän Shownotes Glossar Sachverständigenrat für Umweltfragen – Wikipedia Amphibienschutz – Wikipedia Gelbbauchunke – Wikipedia Bundesamt für Naturschutz – Wikipedia WWF – Wikipedia Trade Records Analysis of Flora and Fauna in Commerce – Wikipedia Washingtoner Artenschutzübereinkommen – Wikipedia Kakadus – Wikipedia Tropischer Wald – Wikipedia OroVerde Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit – Wikipedia Universität Greifswald – Wikipedia Fidel Castro – Wikipedia Baracoa – Wikipedia IUCN – Wikipedia Bernhard Grzimek – Wikipedia Frosch (Lebensmittel) – Wikipedia Zoologische Gesellschaft Frankfurt – Wikipedia Verband der Zoologischen Gärten – Wikipedia Nationalpark Bayerischer Wald – Wikipedia Aussterben – Wikipedia Anthropozän – Wikipedia Ranger (Schutzgebietsbetreuer) – Wikipedia Aviat Husky – Wikipedia Insektensterben – Wikipedia Eichenspinner – Wikipedia Stechmücken – Wikipedia Bestäubung – Wikipedia Stickstoff – Wikipedia Stickoxide – Wikipedia Feinstaub – Wikipedia Glyphosat – Wikipedia Borkenkäfer – Wikipedia Schimpansen – Wikipedia Fingertier – Wikipedia Menagerie – Wikipedia Brillenbär – Wikipedia Menschenaffen – Wikipedia Opel-Zoo – Wikipedia Herdbuch – Wikipedia Nashornleguan – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 39mins

16 May 2018

Rank #8

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FG039 Das Anthropozän

Ein neues Zeitalter - der Mensch prägt Gesicht und Wesen der Welt Reinhold Leinfelder Der Geobiologe Reinhold Leinfelder vertritt die These, dass die Menschheit die Erde in ein neues geologisches Zeitalter geführt hat. Leinfelder gehört einem internationalen Expertengremium an, das empfohlen hat, das Erdzeitalter des Holozäns für beendet zu erklären. Nach dem Urteil der Wissenschaftler ist diese Epoche, die vor ca. 11.700 Jahren begann und stabilen Umweltbedingungen geprägt war, bereits um das Jahr 1950 einer neuen geologischen Ära gewichen, dem vom Menschen geprägten Anthropozän. Für die Etablierung einer neuen erdzeitlichen Epoche reicht die Einsicht nicht, dass der Mensch offensichtlich zu einem prägenden Faktor der Biosphäre geworden ist. Dieser prägende Einfluss muss sich durch eindeutig nachweisbare sedimentäre Befunde ausweisen lassen. Folgt man den Forschern, schlägt sich der menschliche Einfluss z.B. bei der Beschleunigung von Erosions- und Sedimentierungsprozessen, der Verbreitung von Plastik, Aluminium, künstlichen Radionukleiden und Flugasche oder durch Klimaveränderungen mit Auswirkungen auf den Meeresspiegel nieder. Wie geht es weiter mit dem Antropozän? Leinfelder sagt: „Sollten wir Menschen in einer Zeit, in der nicht nur die Umweltzerstörung, sondern auch das Wissen über die zugrundeliegenden Prozesse gestiegen ist, nicht dazu fähig sein, das Anthropozän so zu gestalten, dass die planetaren Grenzen des Erdsystems nicht gefährdet werden, indem wir uns als Teil eines Gesamtsystems verstehen, das es zu erhalten gilt?“ Verwandte Episoden FG019 Cradle To Cradle FG023 Welt in Balance FG025 Transformative Wissenschaft FG057 Artenschutz und Zoos Shownotes Glossar Reinhold Leinfelder Geologie Geobiologie Paläontologie Korallenriff Resilienz Stratigraphie Jurassic Reef Park Anthropozän Geologische Zeitskala Jura Holozän Antonio Stoppani Paul J. Crutzen Biom Anthropogenes Biom Flugasche Anthroposphäre Geoengineering Teufelsberg International Union of Geological Sciences Dampfmaschine Jungsteinzeit Bakelit Alexander von Humboldt Allmende Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) Design Thinking Hans Joachim Schellnhuber Die große Transformation. Klima - Kriegen wir die Kurve? Die Anthropozän-Küche: Matooke, Bienenstich und eine Prise Phosphor - in zehn Speisen um die Welt This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 32mins

13 Dec 2016

Rank #9

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FG062 Leichte Sprache

Neue Zugänglichkeit für die Deutsche Sprache Isabel Rink Leichte Sprache wendet sich an Menschen mit Behinderungen oder anderen Einschränkungen und öffnet das Tor auch für Fremdsprachler und bessere Erklärungen komplizierter Sachverhalte. Leichte Sprache vermittelt die Inhalte vereinfacht, aber getragen durch eine andere Strukturierung der Inhalte und nicht nur durch das Verwenden einfacher und wenigerer Worte. Wir sprechen mit Isabel Rink, Geschäftsführerin der Forschungsstelle Leichte Sprache im Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation an der Universität in Hildesheim über die kurze, aber lebhafte Geschichte der Leichten Sprache, ihrer gesetzlichen Verankerung, den Zielen und Methoden der Leichten Sprache und für welche Zielgruppen Leichte Sprache hilfreich sein kann. Shownotes Glossar Stiftung Universität Hildesheim – Wikipedia Institut für Übersetzungswissenschaft & Fachkommunikation Forschungsstelle Leichte Sprache Empowerment – Wikipedia Leichte Sprache – Wikipedia Genitiv – Wikipedia Aktiv und Passiv im Deutschen – Wikipedia Bundesvereinigung Lebenshilfe – Wikipedia Leichte Sprache – Netzwerk Leichte Sprache Inclusion Europe – Respect, Solidarity and Inclusion for People with Intellectual Disabilities and their Families Autismus – Wikipedia Dyslexie – Wikipedia Textsorte – Wikipedia TextLab - Communication Lab Ulm Subjekt (Grammatik) – Wikipedia Prädikat (Grammatik) – Wikipedia Objekt (Grammatik) – Wikipedia Perfekt – Wikipedia Futur – Wikipedia Präteritum – Wikipedia Infinitiv – Wikipedia Rotfeder – Wikipedia Komposition (Grammatik) – Wikipedia Mittelpunkt (Schriftzeichen) – Wikipedia Kfz-Mechatroniker – Wikipedia Informationsdesign – Wikipedia Refactoring – Wikipedia Logo (Nachrichtensendung) – Wikipedia Hurraki - Wörterbuch für Leichte Sprache Duden | Leichte Sprache This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 32mins

17 Aug 2018

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FG061 Persönlichkeitsentwicklung

Über unsere Persönlichkeit und den Wert der Unterschiede Jule Specht Jule Specht ist Psychologin und Professorin an der Berliner Humboldt-Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Persönlichkeitsentwicklung, Wohlbefinden, Persönlichkeit und soziale Beziehungen. Sie ist zudem Mitglied der „Jungen Akademie“, einem Thinktank für wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Fragen, die besonders den wissenschaftlichen Nachwuchs betreffen. In dieser Episode sprechen wir mit Jule Specht darüber, was Persönlichkeit in einem wissenschaftlichen Sinne ist, was unsere Persönlichkeit formt, wie sich eine Persönlichkeit im Laufe des Lebens entwickelt oder wie sich Männer und Frauen in Ihrer Persönlichkeit unterscheiden. Wir werfen einen Blick auf das Berufsleben, das Teile unserer Persönlichkeit besonders fordert oder formt, beispielsweise bezüglich unserer Gewissenhaftigkeit. Und auf welche Persönlichkeitsmerkmale achten eigentlich Unternehmen bei der Mitarbeiterauswahl? Zum Ende hin streifen wir noch die Frage, wie man mit Big Data Rückschlüsse auf die Persönlichkeit ziehen und uns damit vielleicht auch manipulieren kann, und erkennen wenig überrascht: Wir sind nicht mehr weit entfernt davon, dass uns unser Smartphone sagen kann, wie glücklich wir gerade sind. Shownotes Glossar Humboldt-Universität zu Berlin – Wikipedia Psychologie – Wikipedia Westfälische Wilhelms-Universität – Wikipedia Differentielle und Persönlichkeitspsychologie – Wikipedia Junge Akademie – Wikipedia Departments statt Lehrstühle: Moderne Personalstruktur für eine zukunftsfähige Wissenschaft Drittmittel – Wikipedia Akademischer Mittelbau – Wikipedia Charakterfrage: Wer wir sind und wie wir uns verändern (Jule Specht) Persönlichkeit – Wikipedia Persönlichkeitseigenschaft – Wikipedia Offenheit (Psychologie) – Wikipedia Emotionale Stabilität – Wikipedia Gewissenhaftigkeit – Wikipedia Verträglichkeit (Psychologie) – Wikipedia Introversion und Extraversion – Wikipedia Neurotizismus – Wikipedia Sudoku – Wikipedia Längsschnittstudie – Wikipedia Joshua Jackson | Psychological & Brain Sciences Big Five (Psychologie) – Wikipedia Autismus – Wikipedia Kohortenstudie – Wikipedia Generation X (Soziologie) – Wikipedia Generation Y – Wikipedia Generation Z – Wikipedia Generation Golf – Wikipedia Trauma (Psychologie) – Wikipedia Bhutan – Wikipedia Cambridge Analytica – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 56mins

27 Jul 2018

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FG068 Risikoforschung

Wie wir Entscheidungen fällen und der Wert einer Fehlerkultur Gerd Gigerenzer Kopf oder Bauch? Wir treffen jeden Tag Entscheidungen und glauben, sie beruhen auf der rationalen Abwägung sachlicher Argumente. Doch das ist ein Irrtum! Viel öfter hören wir auf unser Gefühl. Und damit fahren wir meistens auch ganz gut, denn viele Risiken können wir gar nicht exakt abschätzen. Der Umgang mit Ungewissheiten bei der Entscheidungsfindung hat den Psychologen Gerd Gigerenzer immer schon fasziniert. Er gilt als der Nestor der deutschen Risikoforschung. Der 71-Jährige ist Direktor emeritus des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin und hat dort das Harding-Zentrum für Risikokompetenz aufgebaut. Gerd Gigerenzer möchte den Menschen verständlich machen, was unsere Entscheidungen beeinflusst. Die Intuition, auf die wir uns im Alltag so oft verlassen, ist gerade in Führungspositionen geradezu verpönt – zumindest nach außen hin. Bauchentscheidungen lässt ein Vorstand deshalb häufig im Nachhinein durch Zahlenwerk absichern. Gigerenzer warnt vor einer solchen Rechtfertigungskultur, für die viel Zeit und Geld zum Fenster hinausgeworfen wird. Risikokompetenz ist aktueller denn je in Zeiten von Algorithmen und Scoring-Systemen, die unser Leben immer stärker prägen werden. Gigerenzer fordert mehr Risikokompetenz, um Statistiken und Zukunftsprognosen kritisch zu hinterfragen. Das fängt bei der Wettervorhersage an: Was bedeutet eigentlich 30 Prozent Regenwahrscheinlichkeit? Und Data Literacy betrifft auch weniger banale Fragen – wie die Schufa unsere Bonität einschätzt oder welche Therapie uns der Arzt verordnet. Shownotes Glossar Max-Planck-Institut für Bildungsforschung – Wikipedia Ludwig-Maximilians-Universität München – Wikipedia 68er-Bewegung – Wikipedia Statistik – Wikipedia David Harding (financier) - Wikipedia Unstatistik Das Einmaleins der Skepsis: Über den richtigen Umgang mit Zahlen und Risiken Google Flu Trends - Wikipedia Benjamin Franklin – Wikipedia Nachahmung (Soziologie) – Wikipedia Go (Spiel) – Wikipedia Schach – Wikipedia Heuristik – Wikipedia Intuition – Wikipedia Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition Sozialkredit-System – Wikipedia Defensive medicine - Wikipedia Simply Rational - Das Entscheidungsinstitut Monopoly – Wikipedia Kernkraftwerk Zwentendorf – Wikipedia Basel I – Wikipedia Value at Risk – Wikipedia Watson (Künstliche Intelligenz) – Wikipedia COMPAS (software) - Wikipedia Schufa – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 38mins

30 May 2019

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FG073 Klimawandel in Seen

Über die Forschung an Binnenseen und die Auswirkungen des Klimawandels Rita Adrian Beim Thema Klimawandel denkt man meist an den Anstieg der Meeresspiegel oder die Aufheizung der Ozeane. Doch auch im kleineren Maßstab verändern sich die Ökosysteme in Gewässern, direkt vor unserer Haustür. Das gilt auch für die Binnenseen, die offenbar seit Jahrzehnten immer ein bisschen wärmer werden. Und das hat Konsequenzen. Rita Adrian beobachtet mit ihrem Forscherteam unter anderem den Müggelsee – den größten Berliner See – in einer Langzeituntersuchung. Die Biologin leitet die Abteilung Ökosystemforschung am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin-Friedrichshagen. Für sie steht fest: Der Klimawandel ist auch in unseren Seen angekommen. Bei dem Mechanismus, in den durch das Mehr an Wärme eingegriffen wird, spielen viele Faktoren eine Rolle. Grob gesagt: Im Sommer bilden sich im See zwei Wasserschichten – an der Oberfläche eine wärmere, unten zum Grund hin eine kühlere, und beide durchmischen sich nicht. Das ist zwar in der warmen Jahreszeit immer so, aber wenn diese Wärmephase immer länger anhält, führt das dazu, dass unten der Sauerstoff knapp wird. Oben kommt es unterdessen zu einem Düngungseffekt und dadurch beispielsweise zum übermäßigen Wachstum von Blaualgen, die wiederum für andere Mikroorganismen, aber auch für Fische Gift sind. Das fragile ökologische Gleichgewicht droht aus der Balance zu geraten. Klimaforschung ist vor allem Dingen das Hantieren mit Big Data. Rita Adrian erklärt, wie man die Daten erhebt, damit sich in den Messreihen tatsächlich aussagekräftige Muster erkennen lassen. Daten sind unerlässlich, um die komplexen Zusammenhängen nachvollziehen zu können – und sie helfen, besser zu verstehen, was es bedeutet, wenn der Mensch in die natürliche Dynamik eingreift. Shownotes Glossar IGB Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Center for Limnology – College of Letters and Science – UW–Madison Limnologie – Wikipedia Müggelsee – Wikipedia Klimawandel – Wikipedia Eutrophierung – Wikipedia Lake Tahoe – Wikipedia Großer Stechlinsee – Wikipedia Plankton – Wikipedia Phytoplankton – Wikipedia Makrophyten – Wikipedia Prädator – Wikipedia Global Lake Ecological Observatory Network (GLEON) Ökosystem See – Wikipedia Sedimentation – Wikipedia Anoxisch – Wikipedia Cyanobakterien – Wikipedia Intergovernmental Panel on Climate Change – Wikipedia Metadaten – Wikipedia Taxonomie – Wikipedia Deutsche Forschungsgemeinschaft – Wikipedia DFG - GEPRIS - Datenbankinfrastruktur für Langzeitdaten von Seen in Deutschland (LakeBase) Open Access – Wikipedia DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft - Nationale Forschungsdateninfrastruktur Nationale Forschungsdateninfrastruktur - NFDI – Forschungsdaten.org NFDI4Earth: Grundlagen und Motivation This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 23mins

19 Nov 2019

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FG005 Wissenschaftskommunikation

Forschung erfolgreich in die Öffentlichkeit tragen Onur Güntürkün Die fachliche Kompetenz und die eigene wissenschaftliche Leistung ist für Wissenschaftler die Basis der Arbeit, doch hängt auch sehr viel davon ab, wie man Motivation, Zwänge und Ergebnisse in das eigene Umfeld und in die Öffentlichkeit tragen kann. Damit gute Forschung nicht in der Bedeutungslosigkeit versickert, sollte eine solide Kommunikation Teil des eigenen Portfolios sein. Wir sprechen mit dem Träger des Communicator-Preises Onur Güntürkün über seinen eigenen Werdegang in die Forschung und die Bedeutung, die Kommunikation für die Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern, für die Rechtfertigung und Förderung seiner Projekte und den Diskurs mit der Öffentlichkeit und Gesellschaft hat. Verwandte Episoden FG035 Science Slams und Wissenschaftskommunikation Shownotes Links Communicator-Preis 2014 an Onur Güntürkün Onur Güntürkün: Wissenschaft und Kulturen Steve Jobs' 2005 Stanford Commencement Address Ländercheck: Der Wettbewerb um Drittmittel Glossar Deutsche Forschungsgemeinschaft Communicator-Preis Biopsychologie Wissenschaftskommunikation Wissenschaft im Dialog Ruhr-Universität Bochum Kognitive Neurowissenschaft Striatum Cortex (Hirnrinde) Elsevier Open Access Drittmittel Tierversuch Andreas Kreiter Steve Jobs This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 59mins

29 Dec 2014

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FG003 Autonomer Verkehr

Gesellschaftliche Implikationen und moralisch-ethische Fragestellungen zukünftiger Verkehrstechnologien Barbara Lenz Die heutige Fahrzeugtechnik schreitet schnell voran. Sensoren und neue Steuerungselektronik ermöglichen eine immer weitgehendere Kontrolle von Fahrzeugen und Autos erhalten zunehmend neue Automatiken, die die Systeme immer autonomer werden lassen. Ein vollautonomer Straßenverkehr ist zwar noch lange keine Realität, doch sind die damit verbundenen gesellschaftlichen Implikationen und moralisch-ethischen Fragestellungen schon heute relevant für die weitere Entwicklung und die Akzeptanz weiterer Techniken. Im Gespräch mit Tim Pritlove erläutert Barbara Lenz vom Projekt "Villa Ladenburg", das sich im Auftrag der Daimler und Benz Stiftung genau mit solchen Fragestellungen beschäftigt hat, welche Erkenntnisse sich heute in diesem Feld heute bereits gewinnen lassen und welche andere Fragestellungen sich daraus ergeben. Shownotes Links Forschungsprojekt Villa Ladenburg Vortrag „ Autonome Automobile - Wer steuert das Auto der Zukunft“? Exposés aus den Projekt-Workshops Autonomes Fahren (ZEITonline) Autonome Fahrzeuge nicht vor 2030 (Heise) Glossar Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Barbara Lenz Verkehrsgeographie La Jamais Contente Daimler und Benz Stiftung Bertha Benz Bertha Benz Memorial Route DARPA Grand Challenge Martin von Tours (St. Martin) Carsharing Suburbanisierung Unbemanntes Luftfahrzeug Autonomes Landfahrzeug This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 31mins

1 Dec 2014

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FG002 Citizen Science

Bürgerwissenschaften als Ergänzung des professionellen Wissenschaftsbetriebs Peter Finke Das Wissenschaftssystem hat über Jahrhunderte seine heutige Form gefunden und findet sich in Zeiten hochverfügbarer Technologie und breiter Bildung der Gesellschafts einer interessanten Gemeinschaft von Amateurwissenschaftlern gegenüber. Unter dem Begriff Citizen Science sammelt sich das Engagement dieser Bürger und sucht Wege, das professionelle Wissenschaftssystem zu ergänzen und in Bereichen zu bereichern, wo ihm selbst Grenzen gesetzt sind. Wir sprechen mit dem Wissenschaftstheoretiker Peter Finke, Autor des Buches "Citizen Science: Das unterschätzte Wissen der Laien" und befragen ihn zu seinen Erkenntnissen und Erfahrungen aus seiner aktiven Zeit im wissenschaftlichen Betrieb und seinem eigenen Engagement in nicht-professionellen Forschungsbereichen. Shownotes Links Alan Irwin: Citizen Science: A Study of People, Expertise and Sustainable Development Netzwerk der Naturwissenschaftlichen Vereinigungen in Mitteleuropa (NNVM) Netzwerk Wachstumswende Glossar Universität Bielefeld Universität Witten/Herdecke Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Wissenschaftstheorie Computerlinguistik Crowdsourcing James Surowiecki Goldbachsche Vermutung Geschichtswerkstatt Wissenschaftsladen This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 26mins

17 Nov 2014

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FG079 Wüstenforschung (Teil 2)

Weitere Einblicke in die verborgene Welt der Wüsten Stefan Kröpelin Seit vielen Jahren zieht es Stefan Kröpelin in die Wüste. Denn sie ist nicht nur eine faszinierende Landschaft, sondern auch ein einzigartiges Forschungslabor: Der Geoarchäologe und Klimawissenschaftler von der Universität zu Köln untersucht dort, welche Spuren die Natur und der Mensch in dem heute so lebensfeindlichen Raum hinterlassen haben. Vor allem die östliche Sahara im Schnittpunkt zwischen Libyen, Ägypten, dem Tschad und dem Sudan hat es Kröpelin angetan. Es ist das trockenste Gebiet der Erde mit statistisch weniger als zwei Millimetern Niederschlag pro Jahr -– und einer Hitze, die die 500-fache Menge verdunsten ließe. Auf seinen Forschungsexpeditionen spürt er beispielsweise Felsbilder auf – farbige Malereien oder einfache Gravuren, die in den Sandstein geritzt wurden. Teilweise sind diese Zeugnisse nomadischer Kultur Jahrtausende alt, konnten sich aber durch die besonderen klimatischen Bedingungen bis heute erhalten. Einst war die Wüste von Tausenden Oasen durchzogen. Jetzt sind nur noch wenige übrig. Und ihre Zeit ist gezählt, denn sie graben sich buchstäblich selbst das Wasser ab. Sie speisen sich aus sogenanntem fossilen Grundwassser, der vom Regen von vor 100.000 Jahren stammt. Ist diese Quelle erst einmal versiegt, kommt nichts nach. Die Wüste ist ein großartiger Platz, um Klimaveränderungen zu studieren. Aber auch viele andere Wissenschaften profitieren von den Forschungsergebnissen. Stefan Kröpelin berichtet auch von Marsmeteoriten, die im Sandmeer zu finden sind. Und darüber, dass es eine Fata Morgana, wie man sie aus Filmen kennt, tatsächlich gibt. Diese Episode knüpft an Folge 047 an, in der Stefan Kröpelin bereits zu Gast war. Verwandte Episoden FG047 Wüstenforschung Shownotes Glossar Sahara – Wikipedia Tschad – Wikipedia Gobi – Wikipedia Libysche Wüste – Wikipedia Arides Klima – Wikipedia Namib – Wikipedia Tibesti – Wikipedia Caldera (Krater) – Wikipedia Tarso Toussidé – Wikipedia Wadi – Wikipedia Heiko Riemer | Universität zu Köln - Academia.edu Andras Zboray - Academia.edu Felsbilder der Sahara – Wikipedia Felsbildarchiv des Frobenius-Instituts – Wikipedia Ennedi-Massiv – Wikipedia Sandstein – Wikipedia UNESCO-Welterbe – Wikipedia Eisenzeit – Wikipedia Dromedar – Wikipedia Kamele – Wikipedia Gilf el-Kebir – Wikipedia Nomade – Wikipedia Holozän – Wikipedia Andy Warhol – Wikipedia Radiokarbonmethode – Wikipedia Bauxit – Wikipedia Westnubischer Paläosee Claudius Ptolemäus – Wikipedia Yoa-See – Wikipedia Seen von Ounianga – Wikipedia Der englische Patient – Wikipedia Ladislaus Almásy – Wikipedia Wadi Howar – Wikipedia Hans Rhotert – Wikipedia Leo Frobenius – Wikipedia Höhle der Schwimmer – Wikipedia Blauer Nil – Wikipedia Salzsee – Wikipedia Humboldtstrom – Wikipedia Oase – Wikipedia Fata Morgana – Wikipedia Kufra-Oasen – Wikipedia Artesische Quelle – Wikipedia Fossiles Wasser – Wikipedia Sicheldüne – Wikipedia Eisenmeteorit – Wikipedia Marsmeteorit – Wikipedia 2008 TC3 – Wikipedia Jäger des verlorenen Schatzes – Wikipedia Mariner – Wikipedia Geomorphologie – Wikipedia Leo Frobenius – Wikipedia Kieselalgen – Wikipedia Trilobiten – Wikipedia Palichnologie – Wikipedia Mars Science Laboratory – Wikipedia Paläoklimatologie – Wikipedia Sand sheet - Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 37mins

29 Apr 2020

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FG070 Nachhaltigkeit und die Stadt

Praktische Anwendung wissenschaftlicher Vorgehensweise bei der nachhaltigen Gestaltung des Zusammenlebens Oliver Parodi Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Doch was heißt das eigentlich konkret? Bedeutet Rücksicht auf die Umwelt und Nachwelt zu nehmen, grundsätzlich Verzicht? In jedem Fall sind dicke Bretter zu bohren, denn es geht um nichts weniger als einen Kulturwandel, der sich in vielen kleinen Schritten vollzieht. Einen umfassenden Ansatz probiert man nun im Maßstab eines Karlsruher Stadtteils ganz praktisch aus. Dazu weiß Oliver Parodi mehr. Am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), das zum Karlsruher Institut für Technologie KIT gehört, beschäftigt er sich vor allem mit Fragen nachhaltiger Stadtentwicklung. In einem „Reallabor“ wollen Wissenschaftler und Stadtentwickler gemeinsam mit Bürgern eine umfassende nachhaltige Entwicklung der Karlsruher Oststadt auf den Weg bringen, und zwar für die Themen Energie, Mobilität, sozialer Raum und Konsum. In dem von Parodi geleiteten Reallabor werden also Praktiker aus Kommunen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft von Anfang an in den Forschungsprozess einbezogen und arbeiten miteinander auf Augenhöhe, um konkret die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Das Projekt erhielt 2019 den Forschungspreis Transformative Wissenschaft, den das Wuppertal Institut gemeinsam mit der Zempelin-Stiftung im Stifterverband verleiht. Oliver Parodi vereint selbst verschiedene wissenschaftliche Welten in seiner Person. Ursprünglich hat er Bauingenieurwesen studiert und sollte eine der Familie gehörende Baufirma übernehmen. Doch dann schloss er lieber ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaft an. Heute will er an der zum KIT gehörenden Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit durch transdisziplinäre Ausbildung die Ansprüche von Mensch, Technik und Umwelt zusammenführen. Verwandte Episoden FG025 Transformative Wissenschaft Shownotes Glossar KIT - Startseite Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse – Wikipedia Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag – Wikipedia Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung – Wikipedia Nachhaltigkeit – Wikipedia Brundtland-Bericht – Wikipedia Fridays for Future – Wikipedia Extinction Rebellion – Wikipedia Reallabor – Wikipedia Quartier Zukunft | Labor Stadt | Reallabor 131 Oststadt (Karlsruhe) – Wikipedia Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel (KAT) Längsschnittstudie – Wikipedia KIT-Zentrum Mensch und Technik - Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit European Credit Transfer System – Wikipedia Oliver Parodi: Technik am Fluss: Philosophische und kulturwissenschaftliche Betrachtungen zum Wasserbau als kulturelle Unternehmung Bologna-Prozess – Wikipedia Parking Day – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 28mins

29 Jul 2019

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FG054 Urbane Resilienz

Über die Wandlungsfähigkeit, Evolution und Widerstandsfähigkeit des städtischen Raums Jochen Rabe Jochen Rabe ist Professor für „Urbane Resilienz und Digitalisierung“ am Einstein Center Digital Future (ECDF) in Berlin. Am ECDF werden Zukunftsfragen erörtert, zum Beispiel: Wie bewältigen die Städte und unsere Wohnquartiere den rasanten urbanen Wandel? Wie belastbar und erneuerungsfähig sind die Quartiere und Infrastrukturen? Ist Digitalisierung nur Prozesstreiber des Wandels der Städte oder ist sie auch Schlüssel zur Beseitigung von urbanen Defiziten? Diesen und vielen anderen Fragen widmet sich die Urbane Resilienzforschung, über die wir in dieser Episode sprechen. Urbane Resilienz, also die Wiedererneuerungkräfte unserer Städte im Angesicht immer schnelleren Entwicklungsdrucks, rückt in Anbetracht der globalen Herausforderungen u.a. der Urbanisierung, des Klimawandels oder der Ressourcenknappheit zunehmend in den Fokus der Forschung und Politik. In Abgrenzung zu überwiegend technologiegetriebenen SMART City Konzepten, stellt Jochen Rabe die rapide Digitalisierung unserer Städte in den Kontext der Resilienz und erforscht, inwieweit Digitalisierungsprozesse die Erneuerungs- und Widerstandskräfte unserer Städte stärken oder auch schwächen können. Shownotes Glossar Einstein-Stiftung Berlin – Wikipedia Einstein Center Digital Future Technische Universität Berlin – Wikipedia Freie Universität Berlin – Wikipedia Humboldt-Universität zu Berlin – Wikipedia Charité – Wikipedia Hochschule für bildende Künste Hamburg – Wikipedia Universität Edinburgh – Wikipedia Arup – Wikipedia Ove Arup – Wikipedia BuroHappold Engineering - Wikipedia Edmund Happold - Wikipedia Howoge – Wikipedia Gesobau – Wikipedia Next Generation Mobile Networks – Wikipedia Big Data – Wikipedia Berlin-Märkisches Viertel – Wikipedia Rockefeller-Stiftung – Wikipedia 100 Resilient Cities – Rockefeller Foundation Queen’s Lecture – Wikipedia Zoubin Ghahramani - Wikipedia BeMobility – Wikipedia Blade Runner – Wikipedia Das fünfte Element – Wikipedia Geoinformationssystem (GIS) – Wikipedia Sidewalk Toronto - Home Differential Privacy – Wikipedia FIS-Broker Carsharing – Wikipedia Building Information Modeling – Wikipedia Stromeinspeisungsgesetz – Wikipedia Medellín – Wikipedia Seilbahn – Wikipedia Standseilbahn Pfaffenthal-Kirchberg – Wikipedia Internationale Gartenausstellung 2017 – Wikipedia Bedingungsloses Grundeinkommen – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 34mins

12 Mar 2018

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FG063 Geothermie

Die Wärme aus der Tiefe als wichtiger Beitrag zur Energiewende Ingo Sass Mit der Geothermie will der Geologe Ingo Sass eine unerschöpfliche und vor allem klimafreundliche Energiequelle für den Alltagsgebrauch erkunden und erschließen. An seinem Lehrstuhl für Angewandte Geowissenschaften an der TU Darmstadt verbindet er dafür Ingenieurtechnik und Naturwissenschaften. Das Energiepotenzial ist riesig: Unsere Erde ist im Kern 6.000 Grad Celsius heiß. Sie erzeugt damit einen Wärmestrom bis hin zur Erdoberfläche. Diese Geothermie ist eine mehr als nur alternative Energiequelle für die Beheizung von Wohngebäuden, Büros und Produktionshallen. Allerdings wird sie trotz vieler positiver Eigenschaften in Mitteleuropa noch viel zu wenig eingesetzt. Ingo Sass will durch seine Lehr- und Forschungstätigkeit dazu beitragen, die Akzeptanz der Geothermie bei Immobilienbesitzern, Baubehörden, Energieanbietern und Unternehmen zu steigern sowie für die notwendige Planung zu sensibilisieren. Dafür sieht er drei Ansatzpunkte: fundiertes Wissen über Geothermie vermitteln, technische Risiken bei deren Nutzung minimieren, Deutschland trotz aller Widerstände zum wissenschaftlichen Top-Player auf diesen Gebieten machen. Shownotes Glossar Geothermie – Wikipedia Technische Universität Darmstadt – Wikipedia Geologie – Wikipedia Paläontologie – Wikipedia Wirbellose – Wikipedia Geothermale Energie in Island – Wikipedia Bruchsal | Informationsportal Tiefe Geothermie The School for Renewable Energy Science - Wikipedia Mittelozeanischer Rücken – Wikipedia Grundwasser – Wikipedia Radioaktivität – Wikipedia Uran – Wikipedia Thorium – Wikipedia Kalium – Wikipedia Magma – Wikipedia Subglazialer Vulkan – Wikipedia Pazifischer Feuerring – Wikipedia WGC2020 - World Geothermal Congress 2020 - Reykjavik Iceland Himalaya – Wikipedia Oberrheinische Tiefebene – Wikipedia Asthenosphäre – Wikipedia Wärmeleitung – Wikipedia Duktilität – Wikipedia Iceland Deep Drilling Project - Wikipedia Mount St. Helens – Wikipedia Norddeutsches Tiefland – Wikipedia Alpenvorland – Wikipedia Tertiär – Wikipedia Grabenbruch – Wikipedia Römerberg (Ölfeld) – Wikipedia Deep Heat Mining Basel – Wikipedia Induzierte Seismizität – Wikipedia Hydraulic Fracturing – Wikipedia Ewigkeitskosten – Wikipedia Energieeinsparverordnung – Wikipedia Nahwärme – Wikipedia Fernwärme – Wikipedia Vorlauftemperatur – Wikipedia Grundwasserleiter – Wikipedia Transrapid – Wikipedia This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

1hr 56mins

12 Oct 2018

Rank #20