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Evidenz-Geschichte(n)

Evidenzbasierte Medizin nutzt die Wissenschaft, um zu medizinischen Erkenntnissen zu gelangen. Das ist aber nicht nur trockene Methodik: Hinter der evidenzbasierten Medizin stecken viele Geschichten - und die erzählen wir in diesem Podcast.Mehr Informationen zum Hintergrund gibt es in diesem Blog-Post: https://medizinjournalistin.blogspot.de/2017/02/neuer-podcast-evidenz-geschichten.html

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Evidenzbasierte Medizin nutzt die Wissenschaft, um zu medizinischen Erkenntnissen zu gelangen. Das ist aber nicht nur trockene Methodik: Hinter der evidenzbasierten Medizin stecken viele Geschichten - und die erzählen wir in diesem Podcast.Mehr Informationen zum Hintergrund gibt es in diesem Blog-Post: https://medizinjournalistin.blogspot.de/2017/02/neuer-podcast-evidenz-geschichten.html

Der seltsame Fall des Schinken-Sandwich

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Eine Geschichte um Fleisch, Krebs und irreführende Risiko-Angaben

“Careless pork costs lives” aka "Dein Schinken-Sandwich will dich töten": Wie können auf der Basis von seriösen wissenschaftlichen Studien solche sensationsheischenden Schlagzeilen entstehen? Der Weg führt oft über irreführende Risikoangaben.

Unsere Quellen

David Spiegelhalter. The Art of Statistics: Learning from data. Penguin 2019

WHO-IARC Press Release No. 240: IARC Monographs evaluate consumption of red meat and processed meat (26.10.2015)

Zeit Online 26.10.2015 “Rauchen kann töten, Wurst essen auch?”

WHO (Oktober 2015) - Q&A on the carcinogenicity of the consumption of red meat and processed meat

Winston Programme for the public understanding of risk, Statistical Laboratory University of Cambridge: Understanding uncertainty.

David Spiegelhalter. Bacon, cancer, and the vital importance of statistical reasoning 23.01.2016

Hauke Riesch, David Spiegelhalter. ‘Careless pork costs lives’: Risk stories from science
to press release to media. Health, Risk & Society 2011; 13:47-64

CONSORT Statement (2010) http://www.consort-statement.org/

Leitlinie evidenzbasierte Gesundheitsinformation
https://www.leitlinie-gesundheitsinformation.de/

Dec 19 2019

7mins

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Rauchen und Lungenkrebs

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Wie viel Kausalität liefern Beobachtungsdaten?

Großbritannien 1947. Experten für Public Health treibt eine wichtige Frage um: Warum sind in den letzten Jahren so viel mehr Männer an Lungenkrebs gestorben als in den Jahrzehnten zuvor? Austin Bradford Hill und sein Assistent Richard Doll entwerfen eine Studie, die diese Frage beantworten soll. Dabei stoßen sie auf viele wichtige methodische Fragen zu kausalen Zusammenhängen und eine unpopuläre Wahrheit.

Quellen und weiterführende Links

Übersicht zu neueren statistischen Methoden zu kausalen Schlüssen aus Beobachtungsdaten

Empfehlungen von Eva Rehfuess zu neueren epidemiologischen Studiendesigns

Bärninghausen T et al. Quasi-experimental study designs series-paper 4: uses and value. J Clin Epidemiol 2017; 89:21-29

Craig P et al. Natural Experiments: An Overview of Methods, Approaches, and Contributions to Public Health Intervention Research. Annu Rev Public Health 2017; ;38:39-56

Handley MA et al. Selecting and Improving Quasi-Experimental Designs in Effectiveness and Implementation Research. Annu Rev Public Health 2018;39:5-25

Sep 24 2019

44mins

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Große Zusammenhänge

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Macht Schokolade tatsächlich schlau?

Der Kardiologe Franz Messerli ist einer ganz großen Sache auf der Spur: Je mehr Schokolade in einem Land gegessen wird, desto mehr Nobelpreise werden an seine Bürgerinnen und Bürger verliehen. Wenn da nur nicht die Sache mit der Korrelation und der Kausalität wäre…

Unsere Quellen

Apr 30 2019

7mins

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Falsche Sicherheiten

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Ein Experiment zur Qualität der HIV-Beratung

In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts testen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung inkognito mehrere AIDS-Beratungsstellen. Die Fragen sind keinesfalls abwegig - aber sie bringen verheerende Wissens- und Kommunikationslücken ans Licht.

Unsere Quellen

Positiver prädiktiver Wert des HIV-Schnelltests

Die Sensitivität wird von den Herstellern je nach Test mit 99,6 % bis 100 % angegeben. Die Spezifität liegt bei 0,2 % bis 0,5 %. Bei einer Prävalenz von HIV in Niedrigrisikogruppen von 0,01 % (Angaben aus Prinz 2015) ergibt sich daraus im besten Fall ein positiver prädiktiver Wert von ungefähr 4,8%.

Berechnung: Bei einer Prävalenz von 0,01 % sind 1 von 10.000 Menschen infiziert, 9999 sind es nicht. Diese eine Infektion wird auch erkannt und liefert ein positives Testergebnis (Sensitivität 100 %). Bei einer Spezifität von 99,8% werden 0,998*9999 = 9979 negativ getestet, aber auch 20 positiv. Von den insgesamt 21 positiven Tests ist nur einer richtig. 1/21 = 4,8%

Bei einer angenommenen Prävalenz von 5 % liegt der positive prädiktive Wert bei rund 96%. Berechnung: Bei einer Prävalenz von 5% sind 500 von 10.000 Menschen infiziert, 9500 sind es nicht. Der Test wird bei allen Infizierten richtigerweise positiv = 500 positive Tests. Gleichzeitig fällt er bei den nicht-Infizierten bei 0,998*9500 = 9481 negativ aus, aber bei 19 positiv. Von den insgesamt 519 Tests sind 500 richtig. 500/519 = 96 %.

Quelle für die Angaben zu Sensitivität und Spezifität der HIV-Schnelltests: Fachinformationen auf der Seite des Paul-Ehrlich-Instituts

Zum Weiterlesen

Wegwarth O, Gigerenzer G. Risikokommunikation: Unnötige Ängste vermeiden. Dtsch Arztebl 2011; 108(17): A-943 / B-776 / C-776

Labonté V u.a. (2016) Positiv getestet und doch nicht krank? Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit.

Schnelltest Risikokompetenz (Harding-Center)

Tweetorial zum Schnelltest Risikokompetenz auf dem Twitter-Account der Evidenz-Geschichten

Unser neues Projekt

Plan G - Gesundheit verstehen: Das Online-Magazin für bessere Gesundheitsentscheidungen

Feb 24 2019

11mins

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Parachutes revisited

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Forschungslücke endlich gefüllt

Es gibt bahnbrechende Neuigkeiten: In der aktuellen Weihnachtsausgabe des BMJ ist endlich der lang ersehnte RCT zum Nutzen von Fallschirmen erschienen. Und das Ergebnis ist wohl mal wieder ein typischer Fall von "medical reversal". Oh, beim genaueren Hinsehen… Aber hört selbst!

Unsere Quellen und weiterführende Literatur

Link zu Episode 12 https://evidenzgeschichten.podigee.io/12-dramatische-effekte

Yeh RW u.a. Parachute use to prevent death and major trauma when jumping from aircraft: randomized controlled trial. BMJ 2018;363:k5094

Yeh RW u.a. We jumped from planes without parachutes (and lived to tell the tale). (Abruf am 17.12.2018)

Windeler J. Externe Validität. Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh. wesen (ZEFQ) 102 (2008) 253–260

Dans AL u.a. Users’ Guides to the Medical Literature XIV. How to Decide on the Applicability
of Clinical Trial Results to Your Patient.
Users’ Guides to the Medical Literature
JAMA 1998, 279, 545-549

Rothwell PM. External validity of randomised controlled trials: “To whom do the results of this trial apply?” Lancet 2005; 365: 82–93

Twitter-Thread zu den möglichen Nebenwirkungen der PARACHUTE-Studie https://twitter.com/VPplenarysesh/status/1073298754298556416

Dec 21 2018

5mins

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Dramatische Effekte

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Keine überzeugenden Belege für Fallschirme

Sollte man überhaupt Fallschirme beim Sprung aus dem Flugzeug verwenden? Schließlich gibt es für den Nutzen gar keine Belege aus randomisierten kontrollierten Studien. Ach, ihr wollt doch Fallschirme? Warum akzeptiert ihr dann nicht die gleiche Beweislage auch für andere offensichtlich wirksame medizinische Interventionen?

Auf den ersten Blick ist das ein Dilemma für die evidenzbasierte Medizin - hervorgerufen durch einen systematischen Review, der im Dezember 2003 im British Medical Journal erschienen ist. Beim genauen Durchdenken steht es dann aber doch wieder 1:0 für die EbM. Warum? Das verraten wir in dieser Episode.

Unsere Quellen und weiterführende Literatur

Nov 14 2018

7mins

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Veränderte Endpunkte

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Die Geschichte der COMPare-Initiative

Wenn Endpunkte in klinischen Studien nachträglich geändert werden, kann das das Ergebnis dramatisch verzerren. Das ist seit langem bekannt. Warum kontrollieren medizinische Fachzeitschriften das nicht strenger? Diese Frage hat sich die COMPare-Initiative aus Oxford gestellt - und bei der Suche nach Antworten erschreckende Entdeckungen gemacht.

Unsere Quellen und weiterführende Links

Le Noury J u.a. Restoring Study 329: efficacy and harms of paroxetine and imipramine in treatment of major depression in adolescence. BMJ 2015;351:h4320

The COMPare Trials Project. Goldacre B, Drysdale H, Powell-Smith A, et al., 2016.

Catalogue of Bias Collaboration, Thomas ET, Heneghan C. Outcome reporting bias. In: Catalogue Of Biases 2017

Fleming PS u.a. Outcome discrepancies and selective reporting: impacting the leading journals? PLoS One. 2015 May 21;10(5):e0127495

Ioannidis JPA u.a. Outcome reporting bias in clinical trials: why monitoring matters. BMJ 2017;356:j408

Fiona Godlee. Why you shouldn't believe what you read in medical journals https://www.youtube.com/watch?v=8j_Z3EDG-WU

In Großbritannien untersuchte der parlamentarische Ausschuss “Forschung und Technologie” (Science and Technology), inwieweit die wissenschaftliche Forschung ihren eigenen Idealen und Standards in der Praxis gerecht wird (Research Integrity). Dabei traten eine Reihe von Problemen zutage, denen man vorerst mit freiwilligen Maßnahmen der Forschungseinrichtungen begegnen möchte. Ben Goldacre und andere Experten waren als Zeugen geladen. Hier kann man sich die Anhörung vom 4.12.2017 anschauen, in der Goldacre einige der gefundenen Probleme erklärt https://goo.gl/xxD3nz

Die neueste Untersuchung zum Thema (quasi noch warm):

Calmejane L u.a. Making protocols available with the article improved evaluation of selective outcome reporting. J Clin Epidemiol. 2018, online veröffentlicht am 06.09.2018

Sep 18 2018

9mins

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Beeinflussen Sternzeichen die Wirksamkeit von Medikamenten?

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Die Geschichte der ISIS-2-Studie und ihrer Subgruppen-Analysen

Im August 1988 erscheint in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" eine Studie, zu der auch eine Auswertung des Therapieeffekts nach Sternzeichen gehört. Was auf den ersten Blick als esoterischer Unsinn erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als didaktischer Geniestreich des britischen Statistikers Richard Peto.

Unsere Quellen

ISIS-2 Collaborative Group. Randomised trial of intravenous streptokinase, oral aspirin,both, or neither among 17,187 cases of suspected acute myocardial infarction: ISIS-2. Lancet 1988; 2:349–60

Schulz und Grimes. Multiplizität in randomisierten Studien II: Subgruppenanalysen und Zwischenauswertungen. ZaeFQ 2007; 101:51–58

Horton R. From star signs to trial guidelines. Lancet 2000; 355:1033–4.

Regeln für Subgruppenanalysen und weiterführendes Material

Jul 02 2018

7mins

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Wenn Evidenz nicht in der Praxis ankommt

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Die Geschichte von Ignaz Semmelweis und dem Kindbettfieber

Der Gynäkologe Ignaz Semmelweis interessiert sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts nicht nur für Pathologie, sondern auch für Statistik. Und so entdeckt er eines Tages ein auffälliges Muster bei den Sterberaten durch das Kindbettfieber. Nach mehreren Versuchen wird ihm schließlich klar, was gegen die meist tödliche Erkrankung hilft - aber keiner will es hören: Eine Geschichte über die Schwierigkeiten der Implementierung und die tödlichen Folgen schlechter Wissenschaftskommunikation.

Unsere Quellen

Einträge zu Ignaz Semmelweis
- in der deutschen Wikipedia
- in der englischen Wikipedia

Loudon I (2013). Ignaz Phillip Semmelweis’ studies of death in childbirth. JLL Bulletin: Commentaries on the history of treatment evaluation

Best M, Neuhauser D. Heroes and martyrs of quality and safety. Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. BMJ Quality and Safety 2004; 13:233-234

La Rochelle P, Julien A-S (2013). How dramatic were the effects of handwashing on maternal mortality observed by Ignaz Semmelweis? JLL Bulletin: Commentaries on the history of treatment evaluation

Semmelweis I. Die Aetiologie, der Begriff und die Prophylaxis des Kindbettfiebers (1861)

Semmelweis I. Zwei offene Briefe : an Dr. J. Spaeth, Professor der Geburtshilfe an der k.k. Josefs-Akademie in Wien, und an Hofrath Dr. F. W. Scanzoni, Professor der Geburtshilfe zu Würzburg (1861)

Musik

7 Fantasia, Opus 116, Intermezzo No. 5 von Brahms

By Bernd Krueger unter einer CC-BY-SA Germany License Source: http://www.piano-midi.de

May 23 2018

12mins

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Wenn Früherkennung nicht nützt

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Die Geschichte des Neuroblastom-Screenings in Japan

Japan: Seit der Mitte der 1980er ist das Massenscreening auf das Neuroblastom bei Säuglingen im vollen Gange. Dann veröffentlicht der amerikanische Biostatistiker Steven Goodman eine besorgniserregende Analyse der Daten: Kann es sein, dass die Früherkennung gar nichts nützt und vielleicht sogar schadet? Ein Lehrstück, das auch heute noch wichtig ist…

Wen die Details interessieren: Hier gibt es eine Übersicht, wie sich die Erkenntnisse zeitlich entwickelt haben (Timeline via vizzlo).

Unsere Quellen

Testing Treatments: Früher ist nicht zwangsläufig besser

Goodman 1991: Ausführliche Auswertung der frühen japanischen Daten

Übersicht zu Entwicklungen und Diskussionen beim Neuroblastom-Screening bis 1998

Korrekte Auswertung von Daten aus dem japanischen Bezirk Osaka

Nachträgliche Auswertung aller japanischen Daten (2017)

Informationen des IQWiG für Patientinnen und Patienten, auch zu Themen der Krebsfrüherkennung

Video des IQWiG zu Überdiagnosen

Wie müsste eine gute Beratung zur Krebsfrüherkennung aussehen? (Beitrag in der Pharmazeutischen Zeitung)

Mar 20 2018

8mins

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ITT-Analyse

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Wie man Studien richtig auswertet

Eine Studie zur Behandlung von Patienten mit verengten Halsschlagadern findet heraus, dass eine Operation viel besser hilft als Medikamente allein. Als jedoch David Sackett rund zehn Jahre später die Studie genauer betrachtet und das Prinzip der "intention-to-treat"-Analyse anwendet, kommt er zu einem überraschenden Ergebnis.

Quellen und Zusatzinformationen

Joint study of extracranial arterial occlusion (Original-Auswertung in JAMA)

Nach-Auswertung von Sackett und Gent (im NEJM):

Assessing the quality of controlled clinical trials

Wo ist der Beweis? Kapitel 6

Deviation from intention to treat analysis in randomised trials and treatment effect estimates: meta-epidemiological study

Das Intention-to-Treat-Prinzip

Schlupflöcher in den Stichproben randomisierter Studien: Ausgeschlossene, Verlorene und Abtrünnige

When and how should multiple imputation be used for handling missing data in randomised clinical trials - a practical guide with flowcharts

Musik: Ausschnitte aus "There It Is" by Kevin MacLeod, licensed under a Creative Commons Attribution License

Jan 16 2018

5mins

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Publikationsbias

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Verschwundene Studien zum Grippemittel Tamiflu

Systematische Übersichtsarbeiten sollen das bisherige Wissen aus Studien bündeln. Wenn Sudien aber nicht veröffentlicht sind oder zurückgehalten werden, verzerrt das das Gesamtbild. Ein besonders eindrücklicher Fall von Publikationsbias ist die Geschichte um das Grippemittel Tamiflu - und die erzählen wir in dieser Episode.

*Quellen und Zusatzinformationen *

Tamiflu-Kampagne des BMJ und wichtige Artikel zum Thema

Interessante Timeline zu den Ereignissen

Ben Goldacre, What the Tamiflu saga tells us about drug trials and big pharma. The Guardian 10.04.2014

AllTrials

OpenTrials

YODA Projekt

RIAT-Initiative

Video mit Tom Jefferson zu RIAT

Beate Wieseler, Das Ende der Zeitschriftenpublikation – ein neues Format für die Veröffentlichung klinischer Studien. ZEFQ 2017, 120, 3-8

Nov 08 2017

11mins

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Systematische Übersichtsarbeiten

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Die Geschichte der Cochrane Collaboration

Gaza-Streifen, in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der junge britische Arzt Iain Chalmers behandelt Kinder mit Masern. Später entdeckt er, wie falsch er mit seinem Verzicht auf Antibiotika gelegen hat. Aus dem Entsetzen wird die Geburtsstunde eines internationalen Netzwerks, das sich der kritischen Sammlung des medizinischen Wissens verschrieben hat: Die Cochrane Collaboration - bis heute eine bewährte Anlaufstelle, wenn es um systematische Übersichtsarbeiten und verlässliches Wissen geht.

Unsere Quellen
- Infos zur Geschichte von Cochrane: International - Deutschland - Schweiz
- Geschichte des Cochrane Logos: Blog auf standard.at - Evidently Cochrane - Wissen was wirkt - James Lind Library
- Bericht von Iain Chalmers
- Bericht über die Entwicklung des Cochrane Reviews zu Cortison bei drohender Frühgeburt

Weiterführende Infos
- Systematische Übersichtsarbeiten
- Cochrane Blog auf Deutsch
- Cochrane Blog auf Englisch
- Cochrane Kompakt (Zusammenfassungen auf Deutsch)
- Blogshots (Social Media-Grafiken)

Sep 19 2017

9mins

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Surrogatendpunkte

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Die Geschichte der CAST-Studien

In den 1980er Jahren wollten Ärzte Patienten nach einem Herzinfarkt etwas Gutes tun und verabreichten ihnen Antiarrhythmika. Die normalisierten den Herzrhythmus und verringerten im EKG Herzrhythmusstörungen. Leider senkten sie aber nicht wie erhofft die Sterblichkeit, sondern ließen sie sogar noch ansteigen. Die Geschichte der CAST-Studien ist ein eindrückliches Beispiel, wie gefährlich es sein kann, sich in Studien auf Surrogatendpunkte zu verlassen.

Unsere Quellen

Gesundheitsinformation.de: Evidenzbasierte Medizin - Können Messwerte zeigen, ob eine Behandlung hilft?

Testing Treatments: Erhoffte, aber nicht eingetretene Wirkung

P. Kleist: Biomarker und Surrogat-Endpunkte: Garanten für eine schnellere Zulassung von neuen Arzneimitteln? Schweizerische Ärztezeitung 2002; 83: 44ff.

H.C. Bucher: Studien mit Surrogatendpunkten. Nutzen und Grenzen in der klinischen Entscheidungsfindung. Internist 2008; 49:681–687

Vorläufiger Bericht der CAST-Studie

Ausführlicher Bericht zu CAST-I

Bericht zu CAST-II

Bigger JT. The events surrounding the removal of encainide and flecainide from the Cardiac Arrhythmia Suppression Trial (CAST) and why CAST is continuing with moricizine. J Am Coll Cardiol 1990 Jan;15(1):243-5.

Hampton J. Therapeutic fashion and publication bias: the case of anti-arrhythmic drugs in heart attack. James Lind Library 2015

Lauer M et al. Epidemiology, Comparative Effectiveness Research, and the NIH: Forces for Health. Epidemiology 2011 Sep; 22(5): 625–628.

Jul 03 2017

10mins

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Verblindung

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Die Geschichte von Franz Mesmer und dem animalischen Magnetismus

Paris 1780. Der Arzt Franz Mesmer bittet die medizinische Fakultät darum, seine Heilmethode zu überprüfen: den animalischen Magnetismus, mit dem er schon große Erfolge gefeiert hat. Diese Angelegenheit bringt die medizinische Forschung ein ganzes Stück voran - wenn auch anders, als Mesmer es gedacht hat.

Unsere Quellen

Wikipedia-Einträge zu
- Franz Mesmer (deutsch und englisch)
- Animalischer Magnetismus

Bericht der Königlichen Kommission (auf der Homepage des Royal College of Physicians of Edinborough)

James Lind Library
- Kaptchuk TJ (2011). A brief history of the evolution of methods to control observer biases in tests of treatments
- Donaldson IML (2005). Mesmer’s 1780 proposal for a controlled trial to test his method of treatment using ‘Animal Magnetism’.
- Huth EJ (2006). Benjamin Franklin’s (1706-1790), place in the history of medicine
- Donaldson IML (2016). Antoine de Lavoisier’s role in designing a single-blind trial to assess whether ‘Animal Magnetism’ exists

Testing Treatments: Faire Erfassung des Behandlungsergebnisses

Herr HW. Franklin, Lavoisier, and Mesmer: origin of the controlled clinical trial. Urol Oncol. 2005 Sep-Oct;23(5):346-51.

Medizin transparent: Magnete gegen Schmerz

May 05 2017

13mins

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Randomisierung

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Die Geschichte von Austin Bradford Hill und dem Streptomycin-Versuch

England nach dem 2. Weltkrieg: Tuberkulose gehört zu den wichtigsten Todesursachen bei jungen Menschen. Wie zuverlässig hilft Streptomycin? Das untersucht der Medizinstatistiker Austin Bradford Hill mit äußerst knappen Mitteln und einer neuen Methodik: einer randomisierten kontrollierten Studie.

Unsere Quellen

Wikipedia-Einträge zu
- Austin Bradford Hill
- Tuberkulose

Wo ist der Beweis? Unverzerrte prospektive Zuteilung zu verschiedenen Therapien

James Lind Library
- Die veröffentlichte Studie zum Streptomycin-Versuch und Erinnerungen von Bradford Hill und D'Arcy Hart
- Bradford Hill, Principles of medical statistics
- Hintergrundinformationen zum Streptomycin-Versuch

Weitere Quellen
- Die Randomisierung im Streptomycin-Versuch

Mar 01 2017

8mins

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James Lind

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Warum wir Kontrollgruppen brauchen

Unsere Quellen

Wikipedia-Einträge zu
- Skorbut
- James Lind
- George Anson

Wo ist der Beweis?
- Warum wir faire Tests brauchen
- Gleiches mit Gleichem vergleichen

James Lind Library
- James Lind, A treatise of the scurvy

Wer noch mehr über die katastrophale Expedition von George Anson erfahren will, sollte sich Folge 48 des Podcasts "Zeitsprung" anhören.

Feb 05 2017

7mins

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