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hr2 Camino - Religionen auf dem Weg

Reportagen aus der Welt der Kirchen und Religionen. Lebensfragen, Ethik, Theologie.

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Nachruf: Hans Küng - Lebenslänglich Reformator

Der Tübinger Theologe Hans Küng war einer der berühmtesten seiner Zunft. Schon längst vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil entwarf er eine Vision der Kirche, wie sie dann im Konzil selbst diskutiert und beschlossen wurde. Aber er vermied es, in die Hierarchie einzusteigen, stattdessen legte er sich mit dem Papst und seinem Machtanspruch an und mahnte immer und immer wieder mit scharfen Worten Reformen an. Die katholische Kirche hat es nicht verstanden, Küng einzubinden, stattdessen entzog man ihm die kirchliche Lehrerlaubnis. Hören sie zum Tode von Hans Küng einen Nachruf von Jörg Vins, er beleuchtet das Leben und Wirken des Theologen.

9 Apr 2021

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Der Schatz am Abgrund - Über die verwandelnde Kraft der Verzweiflung

Eine lebensbedrohliche Erkrankung wird diagnostiziert, ein geliebter Mensch ist gestorben oder ein schreckliches Unwetter hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Was tun, wenn die Lage aussichtslos erscheint? Wenn das Schicksal ins eigene Leben einbricht, kann das einen Menschen in tiefe Verzweiflung stürzen. In unserer Kultur wird sie irrtümlicherweise oft als persönliche Schwäche ausgelegt. Verzweiflung kann aber auch ein wichtiger Entwicklungsschritt sein und letztendlich sogar einen existentiellen Neuanfang mit sich bringen.

1 Apr 2021

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Du brauchst keine Angst zu haben, vor gar nichts - Wie sich Menschen nach einer Nahtoderfahrung verändern

Seit etwa 50 Jahren werden in Deutschland Schilderungen von Nahtod-Erlebnissen veröffentlicht. Menschen beschreiben, wie sie sich an der Schwelle zum Tod aus ihrem Körper lösen und zu neuen Ufern aufbrechen, manchmal bis zur Zimmerdecke hochsteigen, manchmal aber auch durch Tunnel gleiten in ein helles Licht hinein. Ihre Schmerzen verschwinden, sie erfahren tiefe Geborgenheit, Frieden und Liebe. Nur wenige berichten Negatives. Wissenschaftler suchen nach Erklärungen für solche Erlebnisse, bleiben bislang aber in Vermutungen stecken. Eines jedoch lässt sich mit Sicherheit sagen: eine positive Nahtod-Erfahrung verändert den, der sie erlebt. „Du brauchst keine Angst zu haben, vor gar nichts“ - Mechthild Müser berichtet in hr2-kultur darüber, wie sich Menschen nach einer Nahtoderfahrung verändern.

1 Apr 2021

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Seelentrost und Energie - Warum wir Süßes zum Leben brauchen

Süße Speisen geben uns lebenswichtige Energie. Und sie sind Nahrung für die Seele: Mit Süßem trösten, belohnen oder beruhigen wir uns. Schokolade, Kuchen und Eis sind hier altbewährte Wundermittel. Doch vor allem an Festtagen wie Ostern oder Weihnachten kommen Süßigkeiten groß heraus. Darüber hinaus nennen wir alles süß, was wir zum Anbeißen finden: Babys, kleine Tiere und Menschen, die wir lieben. Auch alte Menschen werden manchmal als „süß“ bezeichnet. Woher kommt diese Faszination für das Süße?

1 Apr 2021

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Der Kern des eigenen Lebens - Wie der Lockdown Menschen geprägt hat

Lockdown: Anfang der Woche wurde er in der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin bis Mitte April verlängert. Diese Situation ist eine radikale Konfrontation mit dem eigenen Leben. Wer alleine ist, ist wirklich alleine. Wer in einer guten Beziehung lebt, kann deren Möglichkeiten ausschöpfen und womöglich erweitern. Eltern können mit ihren Kindern Neues entdecken, wenn sie durch die Corona-Pandemie mehr Zeit miteinander verbringen. Viele ältere Menschen allerdings sind durch den Lockdown auf nahezu brutale Weise in die Einsamkeit geworfen worden, soziale, persönliche Kontakte sind abgebrochen. Der Kern des eigenen Lebens, ist frei gelegt in dieser Phase, in der es kaum Ablenkung und neue Impulse gibt. Irene Dänzer Vanotti ist für Camino in hr2 kultur der Frage nachgegangen, wie der Lockdown Menschen geprägt hat - und immer noch prägt.

26 Mar 2021

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Das europäische Medizinrad - Die Rekonstruktion vorchristlicher Kreiskulturen

Wenn vom indigenen „Medizinrad“ die Rede ist, dann denkt man vielleicht an amerikanische Prärie-Indianer, Inkas oder Eskimos, nicht aber an Europa. Dabei gab es auch in hiesigen Breiten vor dem Christentum zyklische und zirkuläre Modelle der Welterklärung, die den Menschen in den großen Kreislauf der Jahreszeiten und des Lebens integrierten. Ethnologen, Kulturwissenschaftler, Theologen und Historiker entdecken immer mehr Hinweise darauf, dass auch unsere Vorfahren in einer „Kreiskultur“ lebten, in der sich Geschichte und Kultur nicht linear, sondern spiralförmig entwickelten. Dieses zirkuläre Denken könnte auch die Suche nach einer lebenswerten Zukunft bereichern.

19 Mar 2021

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An der Seite der Verzweifelten - Seelsorge in der Pandemie

Die Einsamkeit vieler Menschen ist unter den Bedingungen der Pandemie dramatisch gestiegen. Aber auch Familien, die in den eigenen vier Wänden viel stärker auf sich angewiesen sind, gehen sich auf die Nerven. Es entstehen Konflikte.Hier wären Seelsorgerinnen und Seelsorger jetzt sehr gefragt. Aber: Seelsorge braucht in der Regel Zugewandtheit und Nähe. Die Pandemie jedoch verlangt Distanz. Viele Seelsorgende gehen kreativ mit dieser Situation um, indem sie neue Angebote schaffen und telefonisch oder im Internet den Menschen zur Verfügung stehen. In den Beichtstuhl gehen immer weniger Christinnen und Christen, aber über Schuld und Sühne wollen gerade während der Pandemie viele reden.„An der Seite der Verzweifelten - Seelsorge in der Pandemie“. Hören Sie in Camino in hr2 kultur einen Beitrag von Michael Hollenbach.

12 Mar 2021

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1700 Jahre Jüdisches Ledben in Deutschland (3): Ich bin Jüdin. Aufbruch einer jungen Generation

„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ werden in diesem Jahr gefeiert. Aus Anlass dieses Jubiläums senden wir in Camino in hr2-kultur eine kleine Sendereihe über gegenwärtiges jüdisches Leben. Heute, im dritten Teil und letzten Teil, geht es um den Aufbruch der jungen Generation in den jüdischen Gemeinden. In Deutschland wird Antisemitismus wieder offen gezeigt. Menschen jüdischen Glaubens werden bedroht, angepöbelt und verprügelt. Junge Jüdinnen und Juden wollen dem etwas entgegensetzen und jüdisches Leben sichtbar machen. Sie kämpfen darum, ihren Glauben offen leben zu können - und um ihre Identität als Deutsche. „Ich bin Jüdin - Aufbruch einer jungen Generation“. In Camino in hr2 kultur erzählen junge Jüdinnen und Juden von ihrem Alltag im Südwesten Deutschlands. Ein Beitrag von Susanne Babila.

5 Mar 2021

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1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland (2): Rabbinerausbildung in Berlin und Brandenburg

„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ werden in diesem Jahr gefeiert. Aus Anlass dieses Jubiläums senden wir in Camino in hr2-kultur eine kleine Sendereihe über gegenwärtiges jüdisches Leben: Heute, im zweiten Teil, geht es um die Rabbinerausbildung in Berlin und Brandenburg.In den Jahrzehnten nach dem Holocaust galt es als undenkbar, dass in Deutschland wieder Rabbiner ausgebildet werden. Mittlerweile aber erlebt jüdische religiöse Ausbildung einen ungeahnten Aufschwung. In Berlin und Brandenburg gibt es gleich drei Ausbildungseinrichtungen: Das Abraham-Geiger-Kolleg für das liberale Judentum und das Zacharias-Frankel College der konservativen Masorti-Bewegung. Beide sind in Potsdam ansässig. Sowie das orthodoxe Rabbinerseminar in Berlin-Mitte.Die Studierenden sind jung, sie kommen aus der ganzen Welt und sie eint der Wunsch, das Leben in jüdischen Gemeinden mitzugestalten. Welchen Traditionen folgen sie und was motiviert die Studierenden, sich gerade in Deutschland ausbilden zu lassen? Ulrike Bieritz ist diesen Fragen nachgegangen.

26 Feb 2021

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1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland (1): Vielfalt unter einem Dach: Die jüdische Gemeinde Frankfurt

In diesem Jahr wird ein großes Jubiläum gefeiert: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Eine Urkunde aus Köln aus dem Jahr 321 nämlich bezeugt erstmals jüdische Bürger in einer deutschen Stadt. Deshalb beleuchten wir hier in Camino in hr2-kultur heute und in den kommenden Wochen „jüdisches Leben in Deutschland heute“. Und wir blicken zunächst auf die jüdische Gemeinde in Frankfurt. Sie zählt zu den vier größten Jüdischen Gemeinden Deutschlands. Ihren knapp 6.500 Mitgliedern bietet sie alles, was für das moderne jüdische Leben nötig ist. Mit einer Besonderheit: In Frankfurt leben die unterschiedlichen jüdischen Glaubensrichtungen - Orthodoxe und Liberale - unter einem Dach. Für den Zentralrat der Juden ein „Musterbeispiel“ für das, was man in Deutschland seit dem Krieg gerne eine „Einheitsgemeinde“ nennt.

19 Feb 2021

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